Als AHK Türkiye haben wir vom 13. bis 16. April gemeinsam mit den Mitgliedern der AHK Türkiye Gesundheitsarbeitsgruppe sowie einer Delegation der Generaldirektion für Allgemeine Krankenversicherung (GSS) der Sozialversicherungsanstalt (SGK) eine Fachreise nach Deutschland unternommen.
Im Rahmen unseres Programms hatten wir die große Freude, vom Botschafter der Republik Türkiye in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Gökhan Turan, in der Botschaft in Berlin empfangen zu werden. Für die freundliche Gastfreundschaft und die wertvollen Einblicke möchten wir ihm unseren besonderen Dank aussprechen.
Ein wichtiger Programmpunkt unseres Besuchs war das Treffen mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), bei dem die zentrale Rolle der Institution im deutschen Gesundheitssystem, ihre Arbeitsweise sowie ihre Entscheidungsprozesse ausführlich erörtert wurden. Darüber hinaus wurden anhand konkreter Beispiele die Beratungsverfahren sowie Mechanismen der Arzneimittelbewertung näher beleuchtet.
Im weiteren Verlauf des Programms wurden bei Besuchen bei Bayer, Siemens Healthineers und Merck die Aktivitäten unserer Mitgliedsunternehmen vor Ort kennengelernt. Dabei konnten umfassende Einblicke sowohl in die Unternehmensstrukturen als auch in das deutsche Gesundheitssystem gewonnen werden.
Am letzten Tag des Programms fand zunächst ein Treffen mit einem der führenden Wissenschaftler im Bereich Gesundheitsökonomie und Sozialversicherung, Prof. Dr. Jürgen Wasem, statt. Dabei wurde ein ausführlicher Austausch über die Nachhaltigkeit des Systems sowie aktuelle strukturelle Themen geführt. Anschließend wurden im Rahmen des Besuchs beim IQWiG in Köln Themen wie die Rolle der Institution im deutschen Gesundheitssystem, Arzneimittelbewertung (AMNOG), die europäische HTA-Verordnung sowie die Bewertung nicht-medikamentöser Interventionen behandelt.
Wir sind überzeugt, dass dieser Besuch, der Vertreterinnen und Vertreter aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammengebracht hat, den Wissensaustausch im Gesundheitsbereich zwischen beiden Ländern weiter stärkt und eine wichtige Grundlage für zukünftige Kooperationen schafft.
Abschließend danken wir allen Institutionen herzlich für ihre Gastfreundschaft sowie allen Beteiligten für ihre wertvollen Beiträge.